Akrobat - Sophie André

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Akrobat

Kurzgeschichten
 

Dies ist die Geschichte des Patrice Renard , jenes berühmten Akrobaten,
den viele von uns nur als den "Fliegenden Holländer" kennen.

Gefeierter Star auf drei Kontinenten, war der Artist in Wahrheit jedoch
voller Einsamkeit und Sehnsucht. Seine möglichen Gedanken in jener
letzten Stunde nach dem Auftritt sind hier niedergelegt...

Jedes Leben gleicht einer Reise, so sagen es die Alten.
Dies ist die Reise des Akrobaten zu sich selbst.





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Kleine Leseprobe:

Die Geschichte des Patrice Renard ist eine Geschichte der Einsamkeit.
Es ist die Geschichte eines Erfolges, der seinesgleichen suchte und kein Gegenüber fand.
Es ist die Geschichte vom Verlust einer Emotion, die Renard niemals wirklich besaß.

Die Geschichte des Akrobaten Patrice Renard beginnt und endet in jener blauen Stunde, die jeden Artisten vor und nach dem Auftritt tagtäglich wieder auf ´s Neue ereilt.
In jener letzten, einsamen blauen Stunde saß Patrice allein in seinem Mobil Home in Vancouver und ließ die vergangenen drei Jahre mit all ihren Bildern und Erinnerungen an seinem inneren Auge vorbeiziehen. Alles begann in Paris. Paris, jene Stadt, in der er aufgewachsen war und die er liebte wie seine Heimat.
Paris, die für ihn ein Leben bereit hielt, das er sich bunter und abwechslungsreicher nicht hätte vorstellen können. Die Gedanken des Artisten schweiften zurück.

Als kleiner Junge war Renard aus einem Dorf in den Ardennen in die große Hauptstadt gekommen, hatte später hier die Schule abgeschlossen und ein Sportstudium aufgenommen. Damals, als alles begann, lebte er schon seit ein paar Jahren zusammen mit seinen Freunden in einer Wohngemeinschaft in Montmartre. An den Abenden verdiente er sich regelmäßig ein paar France mit akrobatischen Straßenshows dazu. Zwei Feuerspucker, ein paar wechselnde Musiker und die drei Akrobaten seiner WG. Die Leute mochten ihre Darbietungen, gönnten ihnen gern ein halbes Stündchen Aufmerksamkeit und ein wenig Kleingeld.

Für Renard reichte dieser Zuverdienst neben dem Stipendium aus, um ihm ein sorgloses Leben zu garantieren und er hatte geglaubt, damit bis zum Ende seines Studiums weiter machen zu können. Doch dann war eines Abends jener Ausländer erschienen, der ihn aufmerksam beobachtet und viel mehr Geld in den Hut geworfen hatte, als es am Fuß der Sacre Coeur üblich war. Das Geld war es auch, das Renard erst auf das fremde Gesicht aufmerksam werden ließ. Schon am folgenden Abend sah er den Mann erneut und dieses Mal bat ihn der Fremde nach der Show um ein Gespräch, ja er lud ihn zu einem späten Abendessen in eines der Straßenbistros ein.

Der Mann, der sich als Brian Connelly vorstellte, trat an diesem Abend mit einem Angebot an Renard heran, das jener nicht ablehnen konnte.

 
 
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