Band 3 - Hieros Gamos - Sophie André

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Band 3 - Hieros Gamos

Art-Arien
 

Mit "Hieros Gamos" liegt nun der dritte Band der Art-Arien-Reihe vor.

Die kriegerischen Grenzübertritte der Chromnianer haben das Zusammenleben in den freien Provinzen verändert. Die magische Allianz der Art-Arien-Bewohner rückt näher zusammen. Als Folge der zurückliegenden Siege wächst aber auch die Bedrohung aus dem Norden und die Dunkelmagier rüsten auf.

Bald werden die Bewohner Schumas genötigt, sich ihrer ganz persönlichen Herausforderung durch Chromnos zu stellen. Unerwartet fordert das Schicksal auch von Darius einen Tribut, den der Drache jedoch nicht zu zahlen gewillt ist.

Zur gleichen Zeit steht in Istakhr der Heerführer Sinan vor einer Entscheidung für oder wider seinen Kriegsherrn Mokor. Ein Weg voller Intrigen und Selbsterkenntnis muss von ihm beschritten werden.

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Kleine Leseprobe:


Arken erzählt:
Als wir, Danái und ich,  nach Schuma zurückkehrten, waren wir voller Hoffnung und in Erwartung einer friedlichen, von Liebe erfüllten Zukunft. Wir wussten, dass der Minági Nashoba sich schon vor uns auf den Weg in die Drachenburg gemacht hatte und es war leicht zu erahnen, welche Gründe ihn zu dieser Reise bestimmt hatten. Deshalb waren wir nicht wirklich erstaunt, als wir auch Archon in Schuma antrafen.
Doch in jener Zeit waren es vor allem die von Archon und Darius hochgehaltenen drei Lebensgrundlagen, die unser Leben in Art-Arien bestimmten: Geduld, Mitgefühl und Großmut. Und so war es erst möglich, dass Danáis Wahlgeschwister Darius und Atreus in jenen Bund einwilligten, der mich mit ihr erneut und nun von Herzen und ohne die Zwänge der Dunkelmagie verbinden sollte.

Sie alle waren dabei, als wir das Ritual bei der geheimnisvollen dreigesichtigen Göttin der Dakoraner und bei den Grundsätzen der Dämonenkrieger beschworen - der Primus Archon von den Elementemagiern; der Minági Nashoba, der die Inokté anführte und uns während unserer Zeit in Ipioca zu einem guten, ehrlichen Freund geworden war; Darius, unser Fürst, samt seinem Bruder Atreus und selbst Shayan, der mir vielleicht inzwischen auch vergeben hatte.  
Shayan war es auch, der mir später von den Kämpfen und seltsamen Begebenheiten erzählte, die sich kurz vor jenen Ereignissen abgespielt hatten, welche Danái und mich ein halbes Jahr zuvor nach Schuma geführt hatten. Der Löwendämon war der erste, der mir mehr über die geheimnisvolle Gefährtin des Phoenix´ verriet. Und was er berichtete, war wirklich kaum zu glauben. Obwohl auch in mein Leben unerkannt eine dakoranische Heilerin getreten war und ich Danái gegenüber vieles vermutlich nie völlig gut machen konnte, so war die Geschichte Sirigans von Haidala dazu angetan, vor Grauen zu schaudern und erneut überkam mich die Scham, wenn ich bedachte, dass auch ich mich vor noch nicht allzu langer Zeit zur Dunkelmagie bekannt hatte.

Ragnar, der Großmeister, unter dessen Herrschaft Atreus´ Gefährtin gestanden hatte, war mir nur ein einziges Mal begegnet, an jenem Tag, an dem auch ich mich den dunklen Meistern unterworfen hatte. Und noch heute trieb mir der Gedanke an das gefühllose Reptil kalte Schauer über die Haut. Von diesem Wesen beherrscht zu werden, musste die Hölle auf Erden gewesen sein. Doch so wie Shayan mir die Magierin Sirigan geschildert hatte, war sie dieser Hölle offenbar letztendlich unbeschadet entkommen.

Als Atreus ankündigte, nach Dakoros aufbrechen zu wollen, um seine Gefährtin von dort zu holen, war ich gespannt, was für ein Wesen sich unserer winterlichen Gemeinschaft anschließen würde. Und als er wenige Tage später die kleine, stille Dämonenkriegerin zu uns in die Burg brachte, war nicht nur ich fasziniert von der Schönheit ihres Wesens und der Stärke, die ihre Magie ausstrahlte. Sirigan war die würdige Partnerin eines Kriegers und durch ihre dakoranische Abstammung zugleich auch ein wunderbares Gegenüber für den Heiler Atreus. Sah man die beiden zusammen, so lag ihre Gefährtenschaft deutlich auf der Hand.

Als der Zeitpunkt nahte, an dem sie sich endgültig ihre Verbundenheit schwören wollten, waren Schuma und die Drachenburg von Freude und Zuversicht erfüllt. Nicht, dass wir ein rauschendes Fest erwarteten, vielmehr erschien es der Persönlichkeit der Heilerin angemessen, ein leises und liebevolles Ritual abzuhalten. Dennoch war an jenem sonnigen Morgen, den das „Omnia vincit amor" beschließen sollte, halb Schuma auf den Beinen.
Männer, Frauen und Kinder pilgerten hinaus in die Ebene, um am Weg zu dem magischen Ritualplatz der art-arianschen Dämonenkrieger ein buntes, fröhliches Spalier für das angehende Paar zu bilden. Menschen winkten mit farbigen Tüchern. Kinder warfen die letzten Herbstblumen in die Luft und die Spielleute der Stadt hatten sich ebenfalls positioniert, um dem geachteten Bruder ihres verehrten Fürsten standesgemäß den Weg zu bereiten.



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